seit 1905

Rudo Schwarz

(1906-1982)

Wenn Rudo Schwarz, der am 29. Oktober 1906 im Nordböhmischen Deutsch-Gabel geboren wurde, zu den Pastellfarben griff, entlockte er der Palette helle, freundliche Farben, die ganz dem Gemüt des jederzeit zugänglichen Künstlers entsprach. Landschaftsbilder und Portraits, geprägt von eindrucksvollen Stimmungen, entstanden dabei unter der fachkundigen Künstlerhand. Zeichnungen von engen, romantischen Altstadtgassen gehören zu den beliebtesten Werken.

Rudo Schwarz begann bereits im Kindesalter mit der Malerei und dem Zeichnen. Nach seiner Reifeprüfung 1920 an der Landwirtschaftlichen Fachschule in Leipa arbeitete er im Mikrobiologischen Institut in Hirschberg. Nach einer Ausbildung zum Fachfotografen begann Rudo Schwarz mit der intensiven Malerei unter Anleitung in den verschiedenen Maltechniken durch Frau Dr. Hauptmann-Sommer. Er verfeinerte seine Kunst als Autodidakt durch ausgedehnte Studienreisen nach Dresden, Prag, Wien, Mailand, Florenz und Rom. Und durch genaues Betrachten von Ausstellungen und Galerien in ganz Europa. 1936 besuchte er eine private Malschule in München. Die gegenständliche, sprich realistische Malerei, verhalf ihm auch im Dritten Reich zu Ehren. Im "Haus der Kunst" in München waren Bilder von ihm zu sehen.

1938 heiratete Rudo Schwarz und wurde war im badischen Laudenbach sesshaft. Von dort aus zog es ihn immer wieder in die nähere Umgebung nach Heidelberg oder Heppenheim, wo er die Kreisstadt und die Bergstrasse in vortrefflichen Bildern auf die Leinwand bannte. Vor allem seine Tuschezeichnungen von den kleinen Altstadtgassen, dem Marktplatz und der Starkenburg sind eine Augenweide und schmücken heute manche Amtsstube in Heppenheim.

Seine Laufbahn wurde 1940 durch den Einzug zum Kriegsdienst unterbrochen. Als "Künstler in Uniform" lernte er Polen, Kreta und Griechenland kennen. Doch nach Rückkehr aus jugoslawische Gefangenschaft kehrte er 1949 an die Staffelei zurück. Er beteiligte sich an mehreren Ausstellungen in Heidelberg und anderen deutschen Städten. Hervorzuheben sind Sonderausstellungen im Oktober 1979 in Weinheim und im April 1978 in Darmstadt.

Rudo Schwarz, der immer sehr bescheiden und zurückgezogen gelebt hat, und den Eröffnungen seiner Ausstellungen am liebsten fern blieb, hinterlässt ein reiches künstlerisches Erbe.

Er verstarb am 09. August 1982 im Alter von 76 Jahren im Heppenheimer Kreiskrankenhaus. Seine letzte Ruhestätte findet er auf dem Friedhof in Laudenbach.

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