seit 1905

Heinrich Herrmann

(1894-1981)
Heppenheimer Marktplatz Heinrich Herrmann

Heinrich Herrmann ist bei vielen Heppenheimer Bürger als "der Zeichenlehrer Herrmann" bekannt. Nach seinem Pädagogikstudium und seinem Kunststudium in Mainz kam er nach Heppenheim. Von 1929 bis 1980, also von seinem 35. Lebensjahr bis zu seinem Tod im 87. Lebensjahr, wirkte er als Kunsterzieher und Maler wie aber auch als Initiator und langjähriger Leiter kultureller Einrichtungen in Heppenheim.

Heinrich Herrmann war Jahrzehnte hindurch als Maler und Grafiker tätig. Schwerpunkt im Schaffen Heinrich Herrmanns waren Landschaft, Blumen, Stilleben und Portrait. Er war seiner Heimat verbunden und sah sich als der Maler des Odenwaldes. Doch Studienreisen durch ganz Europa erweiterten und vertieften sein geistiges Gesamtbild.

"Ich hole mir die Anregungen für mein bildnerisches Schaffen von der Natur und gestalte nach künstlerischen Gesichtspunkten. Hingezogen zur Malkunst erfüllt sich in ihr eine Lebensaufgabe. Zurückhaltend in den Farben baue ich auf einen ruhigen Grundton auf, ohne die Wirklichkeit zu entstellen. Mein Bild soll Harmonie und Schönheit preisen und Erbauung geben. Ich will kein Plakat und keine Dekoration, sondern eine von mir tief empfundene und gestaltete Arbeit, um nicht zu sagen Kunst."

Heinrich Herrmann ließ Entwicklungen in der modernen Kunst an sich vorüberziehen. Sein künstlerisches Selbstverständnis war dem traditionellen Kunstbegriff verbunden, der sich der Schönheit und Harmonie, der Romantik und dem Realismus verpflichtet weiß. Heinrich Herrmann wollte seinen Mitmenschen zeigen, wie schön die Welt ist.

"Ich gehöre keiner Schule an und fühle mich keinem ...ismus verpflichtet. Die Natur ist die Kraft, die bei mir den Schaffensprozess einleitet. Ich versuche nach künstlerischen Regeln zu gestalten und erstrebe eine eigene Ausdrucksweise, um meine Ergriffenheit dem Beschauer zu vermitteln. Die vielbesprochene 'heile Welt' ist zwar im Leben, wenn überhaupt, nur im kurzen Aufflackern zu finden, aber sie zu suchen und dieses Aufleuchten festzuhalten, ist der Mühe wert und eine Hilfe für alle, die sie erahnen und ersehen."

Die Werke Heinrich Herrmanns sind wie "stumme Poesie" im Sinne von Lessing, ganz als ob sich Heinrich Herrmann von den Worten Goethes habe leiten lassen: "Bilde, Künstler! Rede nicht! Nur ein Hauch sein Dein Gedicht!"

Quelle: Broschüre zur Ausstellung im Heppenheimer Rathaus vom 12.08.1994 bis 09.09.1994 anlässlich des 100. Geburtstag von Heinrich Herrmann.

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